Gipsentwurf Künstler Antone Zvone Jezovsek. Höhe des Gipsentwurfs: 2 cm.
Motiv: Das Deutsche Museum in München.
"1903 gründet Oskar von Miller mit Unterstützung von vielen Seiten das Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik. Die Stadt München stiftet die Isarinsel als Bauplatz. Prinz Ludwig von Bayern übernimmt das Protektorat. Unternehmer und berühmte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland beraten beim Aufbau der Abteilungen. Die Bayerische Akademie der Wissenschaften stiftet ihre wertvollen Sammlungen. Aus aller Welt treffen Exponate in München ein.
Sie werden ab 1906 provisorisch im alten Bayerischen Nationalmuseum (heute Museum Fünf Kontinente) und ab 1909 in der ehemaligen Schwere-Reiter-Kaserne auf dem Gelände des heutigen Deutschen Patent- und Markenamtes ausgestellt. Mit Dioramen, Vorführungen und Experimentierstationen wird schon hier der Weltruf des Hauses als Ort für unterhaltsame Wissensvermittlung begründet. Auch bietet das Museum von Anfang an eine Bibliothek und ein Archiv, die auf den Sammlungen aufbauen und den Museumsbesuch vertiefen sollen. Die Basis für das heutige Forschungsmuseum ist gelegt." (1)
Die erste deutsche 100 Euro Gedenkmünze in Gold wurde auch von diesem Künstler entworfen. Normalerweise sehen nur die Mitglieder des Preisgerichtes die Entwürfe für eine Kursmünze und bewerten diese.
Material: Gips
äußerst rar!!!
Das Werk des Bildhauers Jezovsek ist davon geprägt, dass er das Physische, die Architektur, mit dem Psychischen verbindet. Der Mensch in seiner Umwelt, prägt sie und wird seinerseits geprägt. Jezovsek verbindet diesen Dialog in seinen Skulpturen. Die Form im Raum, die Veränderung des Raums durch die Form. Kunst am und im Bau ist ein Schwerpunkt seiner Kreativität. Seine Intention ist die Distanz zwischen Mensch und Kunst aufzuheben. So wie er durch seine Skulpturen den Raum einbezieht, um eine Aussage zu formulieren, will er den aktiven Betrachter, den Menschen mit Phantasie, Einfühlungsvermögen und geistiger Regsamkeit. Jezovsek hat nicht nur formal etwas zu sagen. Sein Spektrum ist universell, er ist Bildhauer und Philosoph. Er durchdringt die Materie mit der er sich befasst. „Einfaches, reduziert auf das Wesentliche, ist oft schon zu viel“. Jezovsek hinterfragt das Umfeld, seines Themas, so ausgiebig, dass man annehmen könnte er verliert sich in das Unendliche. Findet jedoch das Essentielle und setzt es formal um. Ein Spiegelbild seines Lebenslaufs. 1957 aus Slowenien kommend, wollte er zunächst sein Kunststudium in Paris aufnehmen, das für ihn, der sich immer als Europäer gefühlt hat, einer der zentralen Punkte Europas war und ist. Studiert ab 1958, am Städel in Frankfurt am Main, bei Prof. Hans Mettel. Dessen Arbeiten, in ihrer Kargheit, faszinieren Jezovsek. Mettel seinerseits begeistert sich für die mediterrane Leichtigkeit in Jezovseks Werk. 1962 wurde er Meisterschüler und Geschäftspartner von Prof. Mettel. In gemeinsamer Arbeit wurden viele öffentliche Bauten umgesetzt. Der Gedanke der Bauhütte, Einbeziehung aller Disziplinen, mit der Priorität, in diesen Projekten nicht nur Funktionalität, sondern auch Humanität und Ästhetik, um somit Baukunst, zu verwirklichen. Ein kreativer interdisziplinärer Dialog, mit dem Ziel das Einfache zu finden. Aus dieser Zeit und deren Begegnung stammt auch das Essay über Jezovsek von Daniel Henry Kahnweiler (Kunsthändler Picassos), der wie kein anderer danach, die Intension von Jezovsek begriffen und in Worte gefasst hat. 1965 entwickelte Jezovsek in diesem Geiste ein Atelierkonzept, in einem Schloss in der Nähe von Frankfurt am Main, das ihm von der damaligen Regierung bis 1985 als Atelier zur Verfügung gestellt wurde. Kunst als universelle Sprache. Eingeladen wurden Andy Warhol, Lazlo Szabo und andere internationale Künstler, um vor Ort zu arbeiten und im Dialog mit den Interessierten zu stehen.
Galerie deArtis – Artist’s Profile ================================== Interdisziplinär dann auch das Publikations- und Vertriebsmanagement von Jezovsek, an einem ventillosen Motor. Zusammen mit dem Erfinder reist er durch die Welt und propagiert dieses Projekt. Der Dialog war dann auch sein Ansatz bei der Verwirklichung des ersten Privatfernsehens in Deutschland, im Dienste der Gesundheitsaufklärung, zusammen mit dem Hartmanbund und Sony. Das Wissenschaftliche sei mit dem human ästhetischen Anspruch, zum Wohle des Verbrauchers ideal verbunden. 1980 Ausstellung „Mensch – Beziehung“ im Bonner Parlament. Jezovsek will Anstifter sein, das Umfeld bewusst wahrzunehmen. Essenz einer Form, als Ausdruck und Dialog einer Epoche. Die kulturelle Aussage, als Interpretationsmöglichkeit für nachfolgende Generationen.
Der Notwendigkeit, im Dialog zu bleiben, um unbefangen auf das Neue und Fremde zuzugehen, muss die Fähigkeit diesen Dialog zu führen zur Seite gestellt werden.
Wichtige bisherige Ausstellungen ================================ Ausstellung „Mensch – Beziehung“ für das Parlament (mit dem Hartmannbund), Bonn Interlübke Showroom, Frankfurt am Main 1980 1982 Historisches Rathaus, Hammersbach 1992 BMW Group Showroom, Frankfurt am Main 1998 Galerie Katz, Maintal 1998 Ausstellung „Retrospektive“, Historisches Museum, Frankfurt am Main Ausstellung „Kunst im Dialog“, Landratsamt, Bamberg Stadt- und Kreissparkasse, Speyer Ankerbank, Zürich 2002 2004 2004 2005 Museum Dr. Göde, Waldaschaff 2006 Feldberghalle, Feldberg im Schwarzwald 2006 Galerie deArtis, Zürich 2006 Kommende Ausstellungen Galerie de Artis, Berlin Landratsamt, Bad Reichenhall 2007 2007 Museum für moderne Kunst, Mailand 2007 Galerie Santos, Porto 2007
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Zitate:
(1) Deutsches Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik, Internetredaktion Annette Lein (Leitung), Denise Hanak, Anna Hunger: Die Gründungsjahre. Die Idee findet viele Unterstützer. (zuletzt abgerufen am: 30.04.2026)
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